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            Neuseeland ist immer eine Reise wert !
  Neuseeland - Aotearoa - Land der langen weißen Wolke

     Alle geographischen, bevölkerungspolitischen, geschichtlichen und kulturellen Informationen bekommen Sie hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Neuseeland

   Interessanter Link: 99 Highlights Neuseelands von A-Z

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Einige Informationen zur Handhabung/Nutzung der website:
Ortsnamen oder Eigennamen, die als Link gekennzeichnet sind, zeigen die Karte und Umgebung des Ortes auf Google-Maps,
der dahinter in Klammern stehende Link verweist auf die offizielle website des Ortes

Teil 1 – Südinsel  incl. Anreise über Kuala Lumpur mit 2 Tagen Stop-over                                                  
(Klammerhinweise: Einwohner der angesprochenen Stadt; evtl. im Distrikt;  aktuell 20.1.2009 gesamt in NZ: 4,3 Mio)          

Bildergalerie 1: Christchurch - Arrowtown                             Bildergalerie 2: ab Arrowtown - Cook-Strait

Achtung: Bei einigen Einzelbildern ist der Cursor eine Vergrößerungslupe (+-Zeichen), bitte Linksklick und es erscheint die Originalgröße.

Der Flug: Am 17.Januar 2006 geht es vom Flughafen Hannover mit einem Cityhopper nach Wien, wo ein eisiger Wind herrschte und nach 3 Stunden Stopover-Zeit geht es dann mit Austrian Airways nach Kuala Lumpur (KL), ein langer, 13 Stunden dauernder Flug. Der Flug ist anstrengend und als wir in Kuala Lumpur (Malaysia) ankommen, schlage ich drei  Kreuze. Vom weit außerhalb gelegenen Flughafen geht es mit einem Taxi in die Innenstadt in ein vorbestelltes Hotel, das Equatorial und dann –endlich- unter die Dusche.
Kuala Lumpur ist eine Strafe für Europäer: Temperaturen um die 30-35° und dabei bis zu 90% Luftfeuchtigkeit. Da ist man schnell kaputt wie Hund. Die Folge: Wenn man unterwegs ist, kann man sich nur von Mall zu Mall retten, in Restaurants gehen, auf alle Fälle irgendwohin, wo eine Klimaanlage läuft. Und wenn es nur das Taxi oder die Monorail ist. Apropos Taxi: Vom Taxifahrer werde wir als erstes gefragt, wer denn beim kommenden GrandPrix, dem Petronas-GrandPrix, gewinnen würde. Doch garantiert „Schumi“ und so stelle ich fest, dass Michael Schumacher auf Ferrari bei den Malaysiern eine „gesetzte Größe“ ist – Schumi forever!
Die Monorail, eine auf Stelzen laufende Hochbahn, ist voll klimatisiert und man bekommt den Kälteschock, wenn man von draußen kommend ein Stück mit der Monorail fahren will, steigt man aus, bekommt man den Hitze-Feuchtigkeitsschock.
Aber Jutta hat eben für 2 Tage als Zwischenstop –einfach zum teilen der langen Flugstrecke- hier den Stopover eingeplant und gebucht. Und ob Singapore oder KL, es ist die gleiche Ecke und es herrschen die gleichen Klimaverhältnisse.
Sicher, KL ist eine große und auch interessante Stadt – aber es ist nicht meine Stadt.
Aber zu einem kurzen Zwischenstop kann und muss man die Stadt akzeptieren. Und zum Einkaufen ist KL dann noch ein heißer Tipp. Natürlich gibt es auch viel zu sehen und zum Sehen besucht man am besten den Fernsehturm (421m), wo man auf der typischen Besucher-Ebene (Restaurant) von einer Art Gamelan-Orchester empfangen wird. Um höher hinauf zu fahren, muss man sich wieder anstellen und irgendwann darf man dann mal durch die mit Gittern gesicherte „Antennen-Ebene“ auf das tief unter einem liegende KL sehen. Ein zweiter nicht zu übersehender Aussichtspunkt sind die weltbekannten „Petronas-Towers“(452m), in 2004 noch die siebthöchsten Gebäude der Welt, aber das ändert sich ja laufend.  Ansonsten ist KL eine Multi-Kulti-Stadt mit 1,5 Mio EW (Malaysia insgesamt ~28 Mio) und allen üblichen Religionen, wie Buddhisten, Muslime, Christen, Hindus sowie Konfuzianer und andere Religionen und somit sieht man Minarette der Moscheen, christliche Kirchtürme, chinesische Pagoden und indische Tempel gleichermaßen. Mehr zu KL hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Kuala_Lumpur
Im Gegensatz zu Deutschland und Europa insgesamt ist das Durchschnittsalter der Bevölkerung  24 !!!  Jahre.

Nach 2 Tagen KL also geht es wieder raus zum Flughafen und wir nehmen den gleichen Austrian Airways-Flug nach Sidney, der uns 2 Tage vorher hier ausgespuckt hatte. Allerdings ist die zweite Etappe auch nicht gerade viel kürzer als die erste, nämlich noch einmal 11 Stunden bis Sidney und dann noch einmal 3,5 Stunden bis Christchurch (350.00- mehr: www.christchurch.org.nz  oder www.christchurch.nz.com ) auf Neuseelands Südinsel. Aber welch eine Freude kommt auf, als wir am Gepäckband stehen und unsere Koffer partout nicht auftauchen wollen. Und dabei bleibt es dann auch. Also zum Schalter für Gepäckverlust, Formulare ausgefüllt und ein Notset entgegen nehmen, wichtig jedenfalls für mich, da Jutta das Beautycase ja immer in Griffweite hat und somit auch jetzt dabei. Ich bin der Gelackmeierte für die Nacht.
Als wir im vorbestellten Hotel Latimer in Christchurch ankommen, informieren wir als erstes die Rezeption über den Gepäckverlust und dass voraussichtlich entweder noch heute oder sonst morgen das Gepäck (hoffentlich) zugestellt wird. Und woran hat es gelegen??
In Sidney mussten wir schon rennen, um den Anschlußflug nach NZ zu bekommen und so schnell hatte der Bodendienst das Gepäck nicht umladen können, es lag also noch in Sidney und wir hoffen nun auf baldige Zustellung. Leider wird erst am nächsten Tag etwas daraus, vorerst aber nur 1 Koffer, nach dem ersten CHR-Rundgang kommen wir zurück ins Latimer und siehe da, der 2.Koffer ist auch da. Wir sind froh, wieder unsere Sachen in der Hand zu haben und die Welt sieht schon freundlicher aus, zumal das Wetter nichts zu wünschen übrig lässt.
Nun können wir in Ruhe Christchurch erkunden, eine mehr als britische Stadt, britischer als England selbst. Fahrt mit der alten Straßenbahn, Besuch des wunderbaren Botanical Gardens, der für sich schon eine ganze Diashow wert wäre. Übrigens wie auch der Botanical Garden in Dunedin und später in Wellington. Einfach fantastisch!! Gegenüber der Universität der Komplex der ultramodernen Nationalgalerie.
Natürlich machen wir eine Fahrt an die Küste nach Akaroa (85 km), der einzigen von französischen Siedlern errichteten Stadt, woraus heute kräftig Kapital geschlagen wird.(Die Straßen heißen plötzlich Rue Jolie oder Rue Balguerie, aber nicht nur die Straßennamen sind hier französisch. 1838 ging Jean Francois Langlois mit seinem Walfängerschiff hier vor Anker und für kurze Zeit wurde die einzige französische Kolonie in Neuseeland gegründet) Dann Bootstour raus zu den Robben, Delphinen und „Birds-view“. Für die Weiterfahrt in den Süden Nach Rückkehr vom Ausflug noch ein Besuch beim Neuseeländischen Automobilclub und man versorgt uns mit den notwendigen Karten.
Wir verlassen am 23. Januar das liebenswürdige Christchurch und es geht gen Süden, vorbei an meterhohen Zypressenwänden, die sowohl die Autogase als auch den scharfen Wind abhalten sollen von den riesigen Obstplantagen. Über Timaru (mehr: www.cityoftimaru.co.nz) geht es zum Lake Tekapo (300). Jutta hat diese ganze Reise bis ins Detail vorgeplant, ich war nur der Mitfahrer, es war aber (oder gerade deshalb?) sehr schön. Am Lake Tekapo mit einer wahrhaft überwältigenden Landschaft, der Ort ist absolut nichtssagend, finden wir am See die winzige „Church of the Good Shepherd“. Hier kann man schon den Mount Cook (mehr: www.mtcooknz.com), mit 3750 m das Wahrzeichen der Südinsel, sehen, aber wir heben uns den geplanten Hubschrauberflug für die Westseite auf, wo wir ja den Fox-Glacier und den Franz-Josef-Glacier auf unserer Reiseroute haben.
Auf der Staatsstrasse (SH) 8 führt uns der Weg über Twizel und Omarama –dort abbiegend auf die 83 – am Waitaki-River entlang nach Oamaru. In Oamaru treffen wir wieder auf die SH 1 nach Dunedin, die zweitgrößte Stadt auf der Südinsel. 40 km südlich von Oamaru erwartet uns aber noch ein Highlight, die Moeraki Boulders, kugelrunde, 2 m hohe Steine wie Bowlingkugeln, nur „geringfügig größer und schwerer“. Man schätzt das Alter auf ~60 Mio Jahre, man sieht sie nur bei Ebbe, da sie sonst vom Wasser bedeckt sind.
Über Palmerston und Port Chalmers erreichen wir dann Dunedin.
Schon in Palmerston habe ich festgestellt, dass ich mein Portemonnaie im Godley Hotel in Lake Tekapo in unserem Bungalow vergessen habe, jedoch war Palmerston nicht gerade so groß, dass ich Vertrauen in die Polizei gesetzt hätte, wartete also bis Dunedin und gehe dort zur Polizei. Nach einem Telefonat stellte sich heraus, dass die Hotelleitung das Objekt meiner Begierde bereits gefunden und an die dortige kleine Polizeistation übergeben hat. Na toll, das war doch schon etwas. Aber wie hierher, also nach Dunedin, bekommen?? Aber auch da wusste die Polizei zu helfen: Am übernächsten Tag würde einem Kurier die Börse mitgegeben und ich könnte sie dann im Revier abholen. Und so geschah es auch, nach persönlicher Ausweisung kann ich zwei Tage später das verlorene Stück mit allen Creditkarten, Bargeld und einigen Ausweisen gottlob wieder in Empfang nehmen. Dass mir hier Zentner von der Seele fallen, dürfte wohl jedem klar sein.
Dunedin als zweitgrößte Südinsel-Stadt (110.000 - mehr: www.dunedinnz.com ) eher schottisch geprägt, ist durchaus wohnenswert, hat eine große Universität, einen wunderschönen Botanical Gardens, ist ansonsten aber durchaus mit steilen Straßen versehen, die zum Rumlaufen weniger einladen, das bleibt daher mehr dem Zentrum von Dunedin um das Octagon herum vorbehalten. Aber das schönste an Dunedin ist die Otago-Halbinsel mit Larnach-Castle und vor allem am Halbinsel-Ende, Tairoa-Heads, die Albatros (Bernhard &Bianca)- und Pinguin-Kolonie. Sehenswert auch der alte Bahnhof und das Museum. Drei Tage Dunedin sind genug, also geht es weiter nach Süden über die Staatsstraße 1 in Richtung Balclutha (4000 -mehr: www.tourism.net.nz/balclutha). Dort fangen die Catlins an, eine urwüchsige Gegend mit Farmern und Schafscherern. Hier finden wir ein „farmstay“ (B&B) auf der Superfarm von June & Murray, ein B&B, was seinesgleichen sucht. Gezüchtet werden natürlich Schafe, aber auch Rinder und Deer - also Rotwild. Wir werden bei der Ankunft verwechselt, da sich Holländer angemeldet haben, aber mit den Worten „Na ja, dann bekommen Sie eben das Zimmer und die anderen bekommen das nächste Zimmer!“ übernehmen wir das Top-Zimmer. Zwei Stunden später ist es dann soweit, die vorgebuchten Holländer kommen, aber  Robert & Helen haben eigentlich überhaupt keinen Grund zur Klage und so wird es noch ein langer und sehr schöner Abend. Vom Essen ganz zu schweigen, welches die Farmfrau-Hausherrin June  –sehr nett- zubereitet hat mit 3 Sorten Fleisch: Lamm, Rind, Deer (Hirsch). Murray entschuldigte sich am frühen Nchmittag, er musste für den Lions-Club Balclutha grillen, kam dann etwas später am Abend wieder in unsere Runde. Wir besuchen am nächsten Tag noch eine wunderschöne Bay mit Wohnwagen-Stellplätzen und kleinen Chalets –Waikawa, an der Purpoise-Bay. Waikawa ist ein kleines Fischerdorf und die Purpoise-Bay ist bekannt, weil hier die Hectordelphine von November bis April, mit 20 Familien fast als „ständig ansässig“ zu bezeichnen, herkommen, um ihre Jungen aufzuziehen. Hier ist Schwimmen im Gegensatz zu Akaroa nicht erlaubt. Am nächsten Tag geht es über die „Niagara-Falls“ weiter Richtung „Riviera Neuseelands“, über Invercargill (mehr: www.invercargill.org.nz). Der Ort ist absolut uninteressant, nur geht hier die Straße nach Bluff, etwa 28 km, ab, wo die Fähre nach Steward Island ablegt. Wir aber fahren weiter nach Riverton mit einer Übernachtung im Hotel Globe-Backpackers, wo wir jedoch ein richtiges Doppelzimmer bekommen, obwohl Küche und Gemeinschaftsräume eben von allen genutzt werden.  Weiterfahrt über Manapouri (Unterwasser-Kraftwerk am Lake Manapouri)  nach Te Anau (mehr: www.fjordland.org.nz)  Te Anau ist eine kleine Stadt, die gerne als Ausgangspunkt für den Besuch vom und am Milford-Sound, einem tief ins Land einschneidenden Fjord, genutzt wird und so sind auch wir zwei Tage dort, zumal Helen, unsere Gastgeberin in der Antlers Lodge, auf unsere Internet-Anfrage hin die Reservierung von Fahrkarten für den Bootsausflug organisiert hatte. Allerdings ist der Bootsanleger „nur“ 120 km entfernt, also mal erst eine satte Autoreise bis dahin, die auch stark in die Berge geht, denn wir sind ja in den Southern Alps. Eine Bootstour auf dem Sound ist wirklich ein Muss !! Besonders die See-Kajak-Angebote werden stark genutzt, denn natürlich kann man den Sound am besten mit einem Kajak erkunden. Wir nehmen eines der Ausflugsboote (vorgebucht), die bis an die offene Tasman-See fahren und bis dicht an die vielen Wasserfälle sowie die Liegeplätze der Robben. Das ganze ist der Fjordland National-Park. Eine einmalige Wanderlandschaft. Die Trails dort sind berühmt! Wir bleiben 2 Tage in Te Anau in unserem schönen Quartier.
Obwohl der „Super-Urlaubsort“ Queenstown  (2300 - mehr: www.queenstown.net.nz ) Luftlinie nicht weit entfernt ist, muss man einen ziemlichen Bogen fahren und damit viele Kilometer, um nach „Action-Town“ zu kommen. Wir wollen nicht dort bleiben –zuviel Rummel-, sehen uns einige Stunden um,  ich fahre mit der Gondola auf den Berg , und dann  fahren wir weiter über Arrowtown (2200 - Eines der malerischsten Städtchen Neuseelands ist das am Westufer des Arrow River gelegene Arrowtown. Der Ort hat seinen ursprünglichen Charakter erhalten, mehr als 60 Gebäude aus dem 19. Jahrhundert wurden liebevoll renoviert), einem alten chinesischen Settlement, nach Wanaka (5000 - mehr: www.lakewanaka.co.nz ) Hier haben die reichen Christchurcher ihre Villen und Boote, hier sind die gepflegten Golfplätze. Im Winter kann man sogar in der Nähe Ski laufen, sogar mit Helikopter-Anflug. In Wanaka haben wir bereits vorgebucht, weil Wanaka ein recht schöner und vielbesuchter Wassersportort ist und in der Saison, wo wir jetzt mittendrin sind, stark ausgebucht. Zwei Tage Wanaka mit Radtouren und zu Fuß, aber natürlich auch mit Auto, genügen für den Überblick und weiter geht es mit dem Ziel der „Southern Alps“. Also geht es mal zuerst über den Haast-Pass immerhin 564 m hoch!!) nach Haast, Knights Point und weiter in Richtung Fox Glacier  (mehr: www.foxguides.co.nz). Unsere Unterkunft: Motel Lake Matheson. In Fox Glacier wollen wir endlich mal per Flieger über den Mount Cook fliegen und die zugehörigen Gletscher, aber wie bereits in Lake Tekapo will Petrus nicht mitmachen, es ist regnerisch. Wir wandern daher zum Fox Glacier und später um den Lake Matheson, einem stillen See im Regenwald, der zu fantastischen Aufnahmen anregt, da alles im Wasser widerspiegelt, immer noch in der Hoffung, wenigstens am nächsten Tag den Flug realisieren zu können. Aber denkste ! Nebel! Nichts als Nebel am nächsten Morgen. Und so werden wir aus dem Gletscher-Paradies der „Southern Alps“ weiter nach Norden, an die Tasman Bay verschlagen. Aber halt, so schnell natürlich nicht, denn nach Franz-Josef-Glacier (mehr: www.franzjosefglacier.com), wo noch einmal die Lage bezüglich Rundflug gecheckt wird (negativ), geht es dann in Richtung Hokitika (4500 -mehr: http://neuseeland-journal.de), einem Ort an der Tasmanischen See. Die Straße führt auf dieser Strecke bis Westport direkt an den Klippen der Tasmansee mit ihren spektakulären Ausblicken vorbei.  Wir haben unsere Route zeitlich so geplant, dass wir nicht in ein traditionelles Rad-Straßenrennen kommen, welches am Waitangi-Tag stattfindet, einem National-Feiertag, wo der Vertrag zwischen Maoris und den Weißen geschlossen wurde. An diesem Tag sind nämlich alle Geschäfte bis auf die Supermärkte geschlossen und die Straßen sind von den Zuschauern des Rennens geblockt. Hokitika ist der hübscheste Ort der Westküste,  bekannt durch seine Glas-, Jade-, Holzkünstler. 40 km hinter Hokitika kommt dann langsam Greymouth (10000 - mehr: www.west-coast.co.nz) in Sicht, früher durch Goldfunde, heute durch Kohle und Fischfang bekannt. Greymouth ist Endstation der Eisenbahnlinie zwischen Christchurch und eben Greymouth über den Arthurs Pass. Heute eine reine Touristenstrecke, die schon oft im Fernsehen war. Ansonsten nach meiner Meinung kein Ort, der Euphorie erzeugt. Das macht dann aber ein Naturobjekt  30 km weiter nördlich in Richtung Tasman Bay: Die Pancake-Rocks beim Ort Punakaiki (mehr: www.punakaiki.co.nz) Das hat was! Die Felsformationen sehen aus, als ob gestapelte Pfannkuchen (Name!) übereinander liegen, dazwischen riesige Löcher in den Felsen, durch die das Wasser der Tasmansee mit Gewalt reingespresst und dann gebrochen wird. Höllenlärm! Eine unendliche Geschichte der Naturgewalten! Wir bleiben eine Nacht und machen am nächsten Tag einen Spaziergang in den Paparoa Nationalpark (Pororari-Track entlang des Flusses), unvergeßlich, wie auch die Bilder zeigen.
Aber es geht weiter und über Charleston erreichen wir kurz vor Westport das Tal des „Buller-River“, ein ungestümer und wilder Fluß mit einer märchenhaften Landschaft. Viele Fotos zeugen von der Schönheit der Landschaft und auf dem Buller-River kann man, wie eigentlich überall, mit dem Motorboot wie ein Weltmeister fahren. Wir passieren eine Stelle, wo viele Autos anhalten, da muss etwas los sein. Also parken auch wir unsere Kalesche und unterqueren die Straße No. 6 und sind jetzt auf rechten Seite des Buller. Und weshalb ist jetzt hier etwas los? Dann sehen wir es: Über den Buller ist eine Seilbahn gespannt. Man kann über eine Swingbridge (mehr: www.bullergorge.co.nz) auf die andere Seite des Buller gehen oder schaukeln, dann setzt man sich dort in einen Sitz ähnlich einem Skilift und ab geht die Post zurück auf diese Seite des Buller. Eine Attraktion, die für sich spricht, sowohl der Hinweg über die Swingbridge als die Seilbahnfahrt zurück.
Weiter geht es am Buller entlang der SH 6 bis zur Gabelung mit dem Motueka Valley Hwy in Kohatu. Das Motueka Valley ist ein fruchtbares Kiwi – und Obst-Anbaugebiet und das Ende des Valley ist –natürlich- Motueka, während  die SH 6 in Richtung Nelson weiterläuft.
Motueka (7000 -  mehr: www.abeltasmangreenrush.co.nz ) ist nichts besonderes, ein Städtchen halbwegs zwischen Nelson und dem Abel Tasman-National-Park, aber eine gute Ausgangsbasis für Ausflüge jeder Art, wenn man nicht durch den Park wandern will. Oder sich ein Boot und Ausrüstung mieten und zu einer stillen Bucht fahren will. Oder per Wassertaxi wie Jutta zu einer der vielen Buchten (z.B. Tinline-Beach oder Anchorage)  fahren lassen und dann von dort wieder zu Fuß zurücklaufen will. Oder………
Der Abel-Tasman-Park ist ein Ort, für den man Zeit und Liebe zur Natur braucht.
Nach Totaranui (mehr: www.nzcamping.co.nz/camp.php?id=441) kann man sogar mit einem Linienbus –gedacht besonders für Backpackers- nach Nelson fahren oder kommt eben von dort. Hier ist auch ein großer Wandplan der Tracks im Abel-Tasmanpark für die schnelle Orientierung.
Den nördlichsten Punkt der Südinsel, Cape Farewell, und den Ort Puponga, der noch hinter Collingwood liegt, kann man mit dem Auto erreichen, wir fahren nicht dorthin, sondern nur bis Takaka (mehr: http://www.fourcorners.co.nz/german/de_nelson/) an der Golden Bay, wobei wir übers Gebirge müssen und auch hier wieder einmal der Leitsatz für Neuseeland, der unter den Reifen unseres Wagens liegt:
Der Weg ist das Ziel !
Nirgendwo gibt es spektakulärere Straßen, gebaut in hoher Straßenbaukunst mit Überhöhungen rechts/links, die so schnell ineinander übergehen, als in Neuseeland. Es macht riesigen Spaß, hier ein Auto zu fahren!
Motueka mit unserer Gastgeberin Leonie ( die „Mädels“ müssen morgens nach dem Frühstück mal erst ausgiebig quatschen!) und Ehemann Keith in ihrem prachtvollen, ja luxuriösen B&B-Guesthouse „Green Lees B&B“ hält uns 1 Woche fest, wir machen Ausflüge nach Nelson (mehr: http://www.fourcorners.co.nz/german/de_nelson/),  Richmond, Havelock mit seinen Green-Lips-Mussels –hier ist ein Teil der Sounds als Pelorus-Sound-  und runter nach Blenheim (22.000 - mehr: www.cityofblenheim.co.nz), dem Weinland, und den meisten Sonnenstunden auf Neuseeland. Hier wird Wein angebaut in Größenordnungen, die wir uns in Europa nicht vorstellen können – und auf der Ebene! Hier braucht kein Weinbauer in die steilen Hänge zu steigen für Vorbereitung und Ernte. Der hier wachsende Sauvignon Blanc, Chardonnay und Riesling kann sich getrost mit Europas besten messen. Wir machen natürlich auch eine Weinprobe auf einem der vielen Weingüter und da der Wein exzellent schmeckt, wurde Jutta zum Rotwein-Fan. Übrigens: Während bei uns in Deutschland beim gemütlichen Zusammensitzen doch überwiegend Bier getrunken wird, halten hier die Einheimischen  ebenso wie die Touristen auch schon morgens ein Weinglas in der Hand.
Aber es ruft die Nordinsel und irgendwie müssen wir ja auch unseren Zeitplan einhalten, also fahren wir nach Picton (mehr: www.picton.co.nz) dem Fährhafen für die Überfahrt zur Nordinsel. Erneut geht es durch Richmond-Nelson-in Havelock biegen wir diesmal nach links ab auf den Queen Charlotte Drive Richtung Picton, wieder einmal auf einer „der Weg ist das Ziel-Strasse“ mit seinen unwahrscheinlich schönen Abgründen und tolle Aussichten, wo in Buchten Boote liegen und einsame Häuser, die an Wochenenden auf ihre Besitzer warten.
In Picton finden wir auf der High Street ein von älteren Damen geführtes, angenehmes Motel.
Von Picton aus wollen wir später mit dem Interislander nach Wellington übersetzen, aber vorher erkunden wir noch die ganze Umgebung, die es wert ist, erkundet zu werden. Während Jutta den Trail nach Waikawa über den Berg geht, fahre ich dorthin (und noch ein Stück weiter), und warte dann an der Marina von Waikawa auf ihr Eintreffen zwecks Rückfahrt. Ein Erlebnis der besonderen Art, unvergeßlich, ist eine Bootsfahrt mit dem „mailboat“. Es ist wirklich ein Postboot, welches ich da morgens entere, jede Menge Postsäcke liegen an Bord, ehe der „Chauffeur“ die Leinen löst und dann geht „die Post ab“. Wir fahren durch die Marlborough Sounds zu vielen Postempfängern in entlegenen Fjorden, Inselchen und überall, wo das Boot anlegt, werden wir von mindestens einem, wenn nicht mehreren Hunden und deren Besitzer empfangen. Hier wechseln die Postsäcke nach dem Motto: Du gibst mir – ich gebe Dir. Also Postübergabe in beide Richtungen. Und der „mailman“ hat –wirklich- für jeden Hund ein Leckerli dabei, daher auch die liebevolle Begrüßung an jedem Anleger. Ja, und einige meiner Mitfahrer checken dann auch unterwegs aus, wollen ein paar Tage Erholung fern der Menschenmassen machen, hier findet man sie. 4-5 Stunden dauert solch eine mailboat-Fahrt, aber sie ist jede Minute wert. Leider sind alle Fotos –siehe Bericht am Ende- in Kuala Lumpur auf dem Flughafen gestohlen worden samt Mobiler Festplatte und PDA (Minicomputer).
Drei Tage Picton sind genug, ich habe bereits seit Wochen die Überfahrt gebucht und wir bekommen dann samt  PKW Platz auf der Arahura, einem der Fährschiffe von Interislander (mehr: www.interislander.co.nz)   Die 92 km werden mit etwa 1/3 in den Sounds abgefahren, ehe die offene See erreicht wird für den Rest der Fahrt nach Wellington. Die Cook-Strait ist nicht so ohne, nahezu immer ist dort kräftiger Seegang zu verzeichnen, aber wie anders, wenn Engel reisen: Wir hatten eine glatte See wie ein Kinderpopo. Die Überfahrt war ein Genuß und die 3 Stunden bei dem sonnigen Wetter und der ruhigen See waren im nu vergangen.
Ankunft Wellington-Terminal !

Teil 2 – Nordinsel  mit Start in Wellington
Die Nordinsel wartet sofort mit einer unliebsamen Überraschung auf. Wegen einiger Kongresse ist nicht ein einziges normales Zimmer zu bekommen, alles –B&B, Motel, Hotel- ist ausgebucht. Wir können froh sein, am Ende noch ein Backpackers-dorm zu bekommen, wo wir zu sechs Personen untergebracht sind. Auto auf der Straße stehenlassen, sofort um 8 Uhr auf den Tagesparkplatz davor. Na ja, die Nacht ist nicht die allerbeste. Als wir ankommen (gegen 22 Uhr), schlafen schon 2 Personen, wir machen uns ganz schnell im Bad bettfertig und versuchen zu schlafen. Gegen 24 Uhr kommen die beiden restlichen Mitschläfer und am frühen Morgen verlassen uns bereits um etwa 6 Uhr die ersten Personen, wir dann gegen 7 Uhr raus, da ich ja den Wagen umsetzen muss. Danach kurz gefrühstückt und nichts wie raus, Gepäck in den Wagen (Parkplatz natürlich nicht gebührenfrei!) und dann haben wir Zeit für Wellington (180000 – mehr: www.wellingtonnz.com ) und seine Sehenswürdigkeiten, insgesamt 2 ganze Tage lang, denn diese Kongresse waren jetzt vorbei und plötzlich bekommt man wieder jede Menge Zimmer angeboten. Wir nehmen ein Motel in Petone, gehört zum Bezirk Lower Hutt, einem Vorort von Wellington, denn dort können wir den Wagen stehen lassen und fahren mit dem Vorortzug in die Hauptstadt Neuseelands mit seinem sehenswerten Bahnhof, der auch in England stehen könnte. Garantiert haben wir nicht alles, ich würde sogar sagen, den wenigsten Teil von Wellington gesehen, aber uns erscheint es unglaublich umfangreich: Botanical Gardens  mit  Bolton Street Memorial Park, Civic Center, Staatsmuseum Te Papa mit Maori-Aufführung, Cuba Street-Viertel, Cable Car, und so vieles mehr.  Abends genießen wir erstmals (und nicht wieder) ein All-inclusive-Buffet bei Valentines.  Für Esser wie uns beide lohnt sich das nicht und man wird zudem einfach „gezwungen“, mehr oder sogar viel mehr als üblich zu essen, einfach, weil man viele verschiedene Gerichte kosten möchte. Da war nichts mit unserem Vorsatz „nur eine Schnitte Brot am Abend“!
Am 18. Februar, also am nächsten Tag sollte es direkt nach Taupo am Lake Taupo gehen, aber auch dort ist gerade ein Festival, wie wir feststellen, und so machen wir einen Zwischenstop in Wanganui  (2500 - mehr: www.wanganui.com) am Wanganui River, einem wirklich sehr hübschen Ort mit schöner Innenstadt. Am folgenden Tag können wir dann Taupo (33.000 – mehr: www.laketauponz.com ) ansteuern, wo wir drei Tage bleiben. Da wir über die SH4 (nach Hamilton), eine Zwischenstrecke und dann die SH1 nach Taupo fahren, haben wir leider nicht den Tongariro besucht, zwar von weitem gesehen, aber leider nicht direkt besucht. Schade sagt man im nachhinein.
Taupo ist schon etwas größer und bietet am See und Umgebung viele Aktivitäten, die natürlich Touristen und vor allem junge Leute anlocken. Taupo hat eine hohe Dichte an Unterkünften in allen Preisklassen. Die Sehenswürdigkeiten der Stadt werden von den hinreißenden Naturwundern unmittelbar nördlich von Taupo deutlich in den Schatten gestellt, egal was man unternimmt, man ist mitten drin: Waikato-River mit seinen Stromschnellen oder heißen Quellen im Fluss, das geothermische Kraftwerk Wairakei, natürlich die Huka-Falls als eine der Hauptattraktionen, die Aratiatia-Stromschnellen und das Geothermalfeld Craters of the Moon. Die Aratiatia-Rapids entstehen mehr oder weniger 3-4 x täglich, ansonsten ist der Waikato hier sehr zahm. Was ist nun los hier? Flussabwärts vom Wairakei-Kraftwerk wird der Waikato an 8 Staudämmen aufgestaut und der Aratiatia-Damm ist der erste. In der Sommerzeit (Okt-März) wird um 10,12,14 und 16 Uhr das Schleusentor geöffnet und mit brachialer Energie stürzt sich das Wasser aus dem Lake Taupo, der vom Waikato gespeist wird, für eine halbe Stunde durch die Katarakte. Das ist die hohe Zeit der RapidJets, der Boote, die bis unterhalb der Staumauer fahren und dann auf das Öffnen der Tore warten. Aber dann geht auch wirklich die Post ab, wie man auf den Bildern sehen kann. Es ist Neuseelands einzig wahre Wildwasser-Jetboot-Tour und der Fahrpreis ist gut angelegt. Man kann sicher sein, bis auf die Haut naß zu werden. Nach Schließen der Tore versiegt der Waikato wieder zu einem normalen Wasserlauf. Rund um Taupo gibt es eine Menge Möglichkeiten, seinen Adrenalin-Spiegel in die Höhe schnellen zu lassen, was sich an einem sog. Kombi-Ticket „Adrenaline Combo“ ablesen lässt.
Von Taupo geht es nach Rotorua  (Distrikt  66000 – mehr: www.rotoruanz.com ) dem Zentrum der Maori und die Touristenattraktion Nr. 1 auf der Nordinsel dank der dichtesten und zugänglichsten Geothermalgebiete. 20 m hohe Geysire inmitten kaleidoskopischer Mineralbecken, kochende Schlammlöcher, verkrustete Minerale an Sinterterrassen, das ist Vulkanismus pur! Schwefelgeruch hängt allenthalben in der Luft und die meisten Hotels sind mit geothermisch erhitzten Bädern ausgestattet. Natürlich sind ein Anziehungspunkt die öffentlichen Spas und Schlamm-Becken. Im Polynesian Spa z.B. am Rande des Gouvernment Gardens  kann man sich in vielen Becken mit unterschiedlichen Temperaturen (28 – 42°) wohlig entspannen, was auch wir taten, ebenso wie das Liegen im Schlamm. Im Museum, in der deutschen Kaiserzeit von einem deutschen Badearzt als Badehaus erbaut, kann man die Entwicklung des „medizinischen Bades“ verfolgen. Hierher kamen Besucher aus aller Welt, die eine sehr lange Seereise auf sich nahmen, um in Rotorua zu kuren. Ansonsten ist die Gegend relativ vegetationslos, da die Pflanzen gegen Schwefel und Hitze nicht ankommmen. Aber auch ohne die Farbenvielfalt der Vegetation herrscht kein Mangel an Farben: Die Hexenküche rund um Rotorua zeichnet sich durch orange, smaragdgrüne und rostrote Töne samt allen Zwischentönen in den Mineralablagerungen der Geothermie aus. 1/3 der Bevölkerung hier sind Maori und hier wird die Maori-Kultur ganz hoch gehalten. Man kann jederzeit und überall Tickets für Konzert- und Hangi-Abende der Maori bekommen, wo sie ihre Traditionen, Tänze und Gesänge zeigen. Daher steht auf der Liste der Attraktionen ganz oben Whakarewarewa  (mehr: http://www.nzmaori.co.nz) mit dem Thermal Village, wo die Maoris inmitten dampfender und brodelnder Quellen wohnen und arbeiten und  dem Maori Arts & Crafts Institute mit der faszinierenden Schnitz- und Webschule. Aber auch in der näheren Umgebung gibt es noch einige Sehenswürdigkeiten: Da ist der Mount Tarawera, der 1886 auseinanderbrach und das am Fuße liegende Dorf verschüttete sowie die bis dahin als Attraktion geltenden „Pink and White Terraces“ unter Geröll- und Lavamassen begrub. Heute wandert man am Lake Tarawera und an den Kämmen des ehemaligen Vulkans entlang oder macht wie wir einen Bootsausflug auf dem Lake Tarawera. Zu erwähnen sind dann noch die Redwood-Wälder im Kaingaroa Forest. Man hat die Redwood-Pflanzen aus Nordamerika importiert, sie in Unkenntnis ihrer Größenentwicklung fälschlich in viel zu engem Abstand gepflanzt und musste schon 30 Jahre später den halben Bestand abholzen, um den restlichen Riesen Platz zu schaffen.
Wir fahren weiter auf  der SH30 an wundervollen Seen entlang nach Whakatane (15000 –Distrikt: 33000 -mehr: www.whakatane.com)  an der Bay of Plenty.  Dort finden wir Unterkunft im White Island Motel, recht komfortabel und namensgleich der Vulkaninsel White Island , auf die man per Boot oder Flieger übersetzen kann. Der Ort liegt schön zwischen Klippen und der Flussmündung in die Bay und mausert sich zu einem Touristenzentrum für diese Region. Wir fahren über einen kleinen Gebirgszug zum Ohope-Beach, einem der schönsten Strände der Bay, um uns kilometerlang die Füße zu massieren auf dem Waschbrett-Strand. Leider vertreiben uns abends die Sandfliegen von diesem schönen Strand. Übrigens ist weiter südwestlich am East Cape, dem am weitesten in den Pazifik ragenden Teil Neuseelands, die Datumsgrenze. Hier beginnt also jeder Tag der Welt. Die ganze Halbinsel am East Cape ist Maori-Land.
Der nächste Tag ist Sonntag und wir brechen auf in Richtung Te Puke (der Welthauptstadt der Kiwi(Frucht), denn ¼ der Kiwi-Produktion stammt aus dieser Gegend) und erreichen später Tauranga (70.000 - mehr: www.tauranga.co.nz) , ein Städtchen mit regem Containerhafen. Jedoch bleiben wir mal erst direkt an der See, am Mount Maunganui (Vulkankegel), wo natürlich echter Hochbetrieb herrscht, man keinen Parkplatz auf Anhieb findet, 3 Ehrenrunden dreht, bis es klappt und man dann Sightseeing machen kann. Man könnte es hier durchaus aushalten  -wo übrigens nicht in Neuseeland ??
Wir fahren dann aber die SH 2 weiter, über Waihi (4500) und Paeroa (nach Auckland (~450.000, Region etwa 1,3 Mio,d.h. 1/3 der Gesamteinwohner Neuseelands), bleiben in Mangere (Ortsteil von Manukau) in der Nähe des Flughafens, wo wir ja am 1.3. ein Wohnmobil übernehmen wollen.
Von Mangere fahren wir mit dem Bus nach Auckland rein und laufen so gut wir können die Stadt ab: Queen Street, Newmarket, Fernsehturm, Opernhaus, Fähre nach Devonport und so weiter. Auckland ist ganz schön hügelig, was man an den Bauten sehen kann, die alle von Haus zu Haus abgesetzt sind. Wenn man mehr wissen will, hier www.aucklandcity.govt.nz
Am 1.März sind wir aus unserem Motel schnell in Flughafen-Nähe, um den PKW abzugeben und bei Maui/Britz dann den Camper zu übernehmen. Es klappte alles reibungslos.
Wohin nun ? Natürlich, wie hatten zuhause soviel über die Coromandel-Peninsula gelesen, da mussten wir jetzt hin. Es geht also wieder die gleiche SH2 zurück, über die wir gekommen waren, nur biegen wir in Paeroa nach Norden ab und landen in Thames (~ 7000 EW, ganzer Thames-Coromandel-Distrikt 26000) und dort in Dicksons Holiday Park, sehr idyllisch gelegen mit mehreren Terrassen. Einkauf in Thames, denn im Wohnwagen brauchen wir einige Dinge, die in der Zeit des PKWs nicht notwendig waren: Lebensmittel und anderes Küchenmaterial, denn es kam ja die Zeit der Selbstversorgung.
Am nächsten Tag war es sehr windig, aber wir hatten ja unseren Terminkalender zu erfüllen und so geht es nach Coromandel (1475 - mehr: www.thecoromandel.com). Unterwegs Stop für „Waterworld“ – ein Privat-Park, dem das Element den Namen gab. Sehr schön! Jutta machte sich erstmalig über unsere Lebensmittel her und kocht (auf Sparflamme, nicht berauschend). Wir haben das später zugunsten der in aller Regel ordentlichen Küchen auf den Campingplätzen auch nicht mehr gemacht, denn der Gasdruck in den Platzküchen ist wesentlich höher und die (Süß)Kartoffeln werden fast beiläufig gar, während es im WoMo fast 1 Stunde dauert. Hier noch eine Google-Übersichtskarte der Strassen
Wir müssen am nächsten Morgen etwas früher aus den Federn, denn wir wollen mit einer „Historic Railway“ auf einen Berg fahren. Und das war wirklich ein Spektakel, man kann es nicht beschreiben, man muss die Bilder sehen. Eine Schmalspurbahn, selbstgebaut, ursprünglich gedacht, um eine Keramikbrennerei mit Ton zu versorgen. Brennerei existiert heute noch, Bahn jetzt Touristenattraktion, fährt in vielen Windungen, sich immer wieder selbst kreuzend, auf den Berg (Endstation), von wo man bis nach Auckland sehen kann.
Mittagspause am Meer im Sand mit viel Wind und noch einem zweiten Kochversuch ohne nennenswerte Verbesserung gegenüber gestern. Wir fahren weiter und übernachten im Mercury Bay Motor Camp in Whitianga  (3770 -mehr: www.whitianga.co.nz), wo wir auch die nächste Nacht bleiben, weil Wochenende. In Whitianga beschäftigen wir uns erstmals in einem großen Elektrohandel mit dem inzwischen bei uns in Gebrauch befindlichen Geschirrspüler. Dieser Geschirrspüler einer bekannten neuseeländischen Firma –Fisher-Paykel aus Dunedin- hatte es uns schon beim ersten mal in Motueka bei Leonie angetan: Doppel-Schubladen-Spüler! Während eine Schublade wäscht, kann die zweite schon befüllt werden. (Wir haben die Maschine nach unserer Rückkehr gekauft! Und sind höchst zufrieden, besonders effektiv, wenn Besuch da ist und viel dreckiges Geschirr anfällt. Super!)
Von Whitianga aus machen wir Ausflüge in die Umgebung und u.a. nach Hahei (mehr: www.hahei.co.nz), einem kleineren Küstenort mit dem bekannten Hot Water Beach. Das führt dann auch zu unserem Umzug am nächsten Tag nach Hahei und dort auf einen der Top 10-Motorcamps. Hervorragende sanitäre Verhältnisse, saubere und gut ausgestattete Küche, wie schon vorher erwähnt. Überhaupt sind die unter den Begriff „Top 10-Motorcamps“ fallenden Plätze wirklich Spitze. In Hahei ist ein wunderschöner Strand, an uralten Bäumen mit weit ausladenden dicken Ästen haben Kinder Schaukeln angebracht, von denen sie sich nach vorne in den Sand fallen ließen, ein Kinderparadies. Wir wandern zu einem spektakulären Ziel: Cathedral Cove, einem Felsen, in den das Wasser in Jahrtausenden ein riesiger Loch  zum Durchlaufen gebohrt hatte. Im Laufe des Tages noch ein Highlight für mich als Fotografen und Gründer unserer Wedemärker Senioren-PC-Kurse: In Hahei existiert in einem Holzhaus nahe dem Tennisplatz ein Schulungsraum für die Hahei-Seniors  mit 10 Dell-PCs, Druckern, Beamer und dem üblichen Equipment!! Das habe ich nicht erwartet.
Dennis, den PC-Kurs-Koordinator, habe ich über eine Anzeige auf dem schwarzen Brett des Campingplatzes, dass noch freie Plätze zu vergeben seien, kennen gelernt.  Hier kann ich dann wieder einmal meine 3 Kamera-Chipkarten entleeren durch Transfer auf einen dortigen Computer und dann auf meine mobile Festplatte (die ja später in Kuala Lumpur aus dem Koffer gestohlen wurde. Aber dank Dennis bekam ich die noch im Papierkorb befindlichen Bilder auf CD gebrannt 4 Wochen später nach Deutschland geschickt! Das war eine typische Neuseeland-Hilfe!).
Von Hahei fahren wir weiter südlich nach Whangamata (3555 -mehr: www.whangamata.co.nz), einem öden Dorf, daher ging es auch direkt „straight on“ zum nächsten Top 10-Camping in Waihi (mehr: www.waihi.org.nz), wo wir 2 Tage auf dem Platz in Waihi-Beach bleiben.
Das war wirklich ein 4-Sterne Platz, ich denke, wir fanden bisher keinen besseren in Sachen Sanitär, Küche, Bügelraum etc. Und es ist ein toller Strand dort, der ja immer wieder für Jutta wichtig ist, da sie ihre Kilometer ablaufen will. Hier kann sie sich austoben, der Strand ist lang genug. Leider fängt es am 2.Tag abends an zu regnen und das hält sich auch so bis zum Morgen, da ist dann auch der Platz unter Wasser, muss man gelegentlich mit rechnen.
Wir bekommen noch ein großes Faltblatt in die Hand gedrückt für eine Volkszählung. Jeder muss das abgeben, egal ob Tourist oder Kiwi. In Waihi verläuft die SH2, die wir nun schon gut kennen, die wir aber erneut nehmen müssen, um in den Norden der Nordinsel (Northland) zu gelangen. Also durch Auckland durch, über die Auckland-Harbour-Bridge auf die  SH1 in Richtung Orewa, wo wir eine Rast einlegen. Eine Rast ist keine Übernachtung, denn die machen wir dann weiter nördlich in Whangarei (Distrikt 45.000 - mehr: www.whangareinz.com), wo auch wieder besseres Wetter ist. Bis nachts, dann regnet es wieder. Whangarei hat ein sehr tiefes Hafenbecken, in dem Schiffe bis 130.000 dtw anlegen können. Besucher sollten die Picknickplätze und Spazierwege nutzen und die Whangarei-Falls besuchen, ansonsten schöne Badestrände an der Ostküste. Vor der Küste liegen die Poor Knights Islands, ein Traumrevier für Taucher.
Nun lockt der weitere Norden, die Bay of Islands (mehr www.bayofislands.net. Die lockt nicht nur, wir finden sie auch!
Über Kawakawa (1350 - mehr: www.kawakawa.co.nz) , der Distrikthauptstadt (Hundertwasser-Toiletten: Es gibt sicher nur wenige öffentliche Toiletten, die als Ausflugsziel dienen, doch diese ziehen immer wieder Reisende an, die nicht auf Grund eines dringenden Bedürfnisses in Kawakawa halten, sondern extra zur Besichtigung der Toiletten in diesen kleinen Ort im Northland fahren), geht es nach Paihia (1770 -mehr: www.paihia.co.nz), das Tor zur Bay of Islands. Ja, da war schon einiges los, Busse mit Bike-Touristen und den zugehörigen Bikes, jede Menge Boote, die Ausflügler aufnehmen, um die Inselwelt zu erkunden und natürlich jede Menge Hochseefischer mit ihren Spezialbooten. Wir machen einen Rundgang, auch zur Fähre nach Russel (820). Dort lag einst das rumgetränkte Walfängerbordell Kororareka, Neuseelands erste Hauptstadt. Wir wandern weiter zur Halbinsel Waitangi (haben wir doch schon mal gehört ?), kommen an der fest vertäuten „Tui“ vorbei, tagsüber Museum, abends Restaurant. Auf der Halbinsel Waitangi besuchen wir das „Treaty House“ – hier wurden 1840 die Verträge zwischen den Maoris und dem engl. Königshaus unterschrieben. Daher auch der Name „Waitangi-Day“ für den Feiertag im Januar. Natürlich ist nahebei auch das öffentliche und zur Besichtigung freie  Haus des ersten „Governors“ oder „British Resident“ James Busby.  
Wir fahren ein paar Kilometer zurück zu einem Top 10-Platz in Opua, eigentlich landschaftlich wieder top, der uns dann jedoch etwas mißfällt, weil fast nur von Maoris belegt, die durch ihre Frauen alle sanitären Anlagen komplett belegt halten. Am nächsten Morgen ist daher schnellster Abzug angesagt.
Die Reise führt uns zuerst erneut nach Paihia, denn wir haben uns was vorgenommen: Jutta will mit der Fähre nach Russel, während ich den 4-Stunden-Boots-Trip mit Fullers in die Inselwelt der Bay of Islands machen will. Und so geschah es auch. Es ist schon eine tolle Tour, vor allem bei leichtem Seegang die Durchfahrt beim Felsen „Hole in the Rock“, wo die Antenne dann doch an der Decke kratzt. Das WoMo bringt uns dann über Kerikeri (5900 -mehr: www.kerikeri.co.nz) und Mangonui  bis nach Awanui (mehr: www.awanui.co.nz), wo wir zuerst einen Campingplatz einige Kilometer in Richtung Cape Reinga (mehr: www.fourcorners.co.nz) ansteuern, jedoch ist der Platz nicht einladend und so fahren wir wieder etwas in die Richtung, wo wir hergekommen sind. Dort hatten wir nämlich auch eine Schild „Top 10“ gesehen und den Platz steuern wir jetzt an. Wie Jutta später im Tagebuch schrieb..“am Ende der Welt“…ja, das ist nicht so ganz daneben gegriffen! Aber der Platz ist relativ leer und auch wieder echt „Top 10“! Der Ort heißt Whatuwhiwhi (mehr: www.whatuwhiwhi.co.nz) Man kann als Nicht-Kiwi eigentlich diese Namen gar nicht aussprechen, aber dann war ein Deutsch-Neuseeländer so lieb und hat mich mit der Phonetik dieser Schreibweise mit den Buchstaben …wha (fa) oder ..whi (fi)..oder whu vertraut gemacht und dann ist es ganz einfach: Whatuwhiwhi hört sich übersetzt dann so an: Fa-tu-fi-fi und hinterher kann man ganz locker Whangarei mit Fangarei aussprechen  und Whitianga mit Fitianga. Nun aber Schluß mit neuseeländischer Phonetik.
Fatufifi (!!) lassen wir am nächsten Tag hinter uns und überlegen, ob wir zum Cape Reinga fahren sollen, aber das wären hin und zurück 180 km (nicht Meilen) gewesen – wir verzichten. Dafür gehen wir  in Awanui, wo die Straße nach Cape Reinga abzweigt, in eine „Kauri-Fabrik“. Was aber sind Kauris? Kauris sind zuerst einmal Bäume, aber es sind nicht einfach nur Bäume, es sind die Könige unter den Bäumen und zugleich die Urahnen. So wie die großen Sequoias in Amerika sind hier die Kauris Naturdenkmäler und wenn die Giganten vor hunderten von Jahren abstarben und ins Wasser oder Moor stürzten, dann haben sie sich durch fehlende Luft selbst konserviert. Heute sind daher fast den Goldsuchern ähnlich Kauri-Logs-Sucher unterwegs, um dieses wertvolle und sehr feste Holz aus Moorgebieten zu finden und vor allem unter ziemlich großem Einsatz zu bergen, aber es lohnt sich für sie.  
Nach dem Besuch der Kauri-Fabrik, wo natürlich aus den gefundenen Kauris alles mögliche an Touristen-Souvenirs hergestellt wird, fahren wir weiter über Kaitaia (4100 - mehr: www.tourism.net.nz/region/northland) nach Ahipara  (1150 - mehr: www.ahipara.co.nz) und dort finden wir ein sehr gefälliges Motorcamp, das Ahipara-Holiday-Camp mit  Sandy als jungem, neuen Pächter (oder Inhaber?). Wir fühlen uns wohl und marschieren zum Strand und dann einige Kilometer auf dem „Ninety-Mile-Beach“, der –wie der Name sagt- bis zum Cape Reinga geht, absolut flach wie ein Brett ist und auf dem –wie wir sofort sehen können- Rennen gefahren werden, weil der Sand so fest ist. So fährt auch ein Bus die ganzen 90 km bis zum Cape über den Sandstrand. Am Ahipara-Strand gibt es dann noch den Reef-Point, ein etwa 40 m hoher Sandberg, der aus „gesintertem“ Sand besteht, begehbar ist. Aber man kann mit einem harten Gegenstand sofort den Sand aufreißen, es ist also kein Stein.
Am Sonntag (12.3.) verlassen wir Ahipara, kommen wieder auf die SH1 gen Süden, biegen dann aber auf halber Strecke nach Kawakawa bei Mangamuka Bridge nach rechts ab in Richtung Tasman See/ Omapere (mehr: www.omapere.co.nz). Bei Rawene müssen wir vorher mit der Fähre übersetzen über ein breites Inlet von der See, welches sich mehr als 100 km ins Land zieht. Nebel und Regen ist aufgekommen, wir besichtigen kurz Rawene, nehmen etwas Nahrung zu uns und dann geht es weiter Richtung Omapere und dann Kauri-Coast Waipoua Forest Park. Was für ein Anblick! Bäume, deren Spitze man nicht sieht, so hoch, und auch entsprechend dick.. Wir übernachten im Top 10-Kauri Coast in Kaihu. Auch wieder Spitze! Der 13.3. überrascht uns fast nicht mehr – Regen, der uns bis Dargaville (5000 - mehr: www.dargaville.co.nz) begleitet.Im Wairoa-Museum steht der Bug-Mast der Rainbow Warrior, dieses Schiff von Greenpeace, welches 1985 im Hafen von Auckland vom französischen Geheimdienst gesprengt wurde, kurz vor der Abfahrt zum polynesischen Mururoa-Atoll, wo die Franzosen Atomtests machten.  Hier ist auch ein sehr altes Maori-Kanu zu bestaunen. Dargaville ist ein „Kuhdorf“ im wahrsten Wortsinn, denn hier werden Rinder verladen und natürlich Schafe. Und Dargaville ist verdammt teuer. Der Ort liegt am mächtigen Wairoa-Fluss, viele seiner Bewohner stammen aus Kroatischen Einwandererfamilien, die hier das Kauri-Harz suchten, zapften oder als Klumpen aus dem Boden ausgruben. Wir jedoch nehmen den in der Nähe liegenden Baylys Beach Holiday Park zur Übernachung. Auch hier ein schöner, langer Strand – aber sehr windig, was mich aber nicht davon abhält, mit dem WoMo auf den Strand zu fahren, das muss mal sein. Auf dem Camp steht übrigens ein umgebauter großer Bus neben uns, etwa pinkfarbig und an der Seite lauter Einschusslöcher, so jedenfalls sieht es aus, bis ich merke, das ist alles nur lackiert (Airbrush??). Sieht sehr echt aus!!
Am nächsten Tag besichtigen wir das Kauri-Museum in Matakohe (mehr: www.kauri-museum.com), kommen wieder auf unsere SH1, biegen dann aber in Wellsford, wo wir schon mal durchkamen und ich  bei einem Transportunternehmen für komplette Häuser (es standen etwa 20 Stück dort auf Halde und nicht nur das, sondern auch auf Paletten!) diese mit vielen Aufnahmen verewigt habe und am Ende landen wir in Helensville (mehr: www.helensville.co.nz). Laut Juttas Tagebuch ein Campingplatz „der letzten Klasse“ mit Nachsatz „kalt geduscht – Nase voll vom Camping“. Am vorletzten Tag unserer wunderbaren Reise auf unseren Antipoden verlassen wir Helensville, kommen nochmals an „hochfrequentierten“ Schafweiden vorbei –das Verhältnis Mensch zu Schaf ist ja bekanntlich 1:10, also  4 Mio zu 40 Mio. Wir fahren –wieder einmal- durch Auckland, allerdings auf der Tasman-Seite, nach Manukau (328000 - mehr: www.welcome2manukau.com), denn dort wartet ein Top 10-Holiday-Camp auf uns und morgen der Flughafen. Wir entsorgen nochmals unseren Camper-Inhalt und dann sehen wir der letzten Nacht im Camper entgegen. Am 16.3. fahren wir in aller Ruhe zum Flughafen, der nur „einen neuseeländischen Katzensprung“ vom Top 10-Platz  entfernt ist, suchen das Maui-Center auf, um auszuräumen, letzte Dinge in unser Gepäck umzusortieren und den Camper dann abzugeben. Alles verläuft sehr planmäßig und am Schluss unseres Camper-Abenteuers werden wir mit einem Shuttle noch zum Flughafen gefahren. Ein letzter kleiner Gag: Es gibt einen Feueralarm und alle Menschen im Terminal müssen evakuiert werden. Nach ¼ Stunde ist der Spuk vorbei und wir können einchecken.

16.3.2006 – 13:00 Uhr à Abflug mit Air NewZealand nach Sidney und von dort mit Austrian wieder nach Kuala Lumpur, wo wir erneut einen Stopover einlegen, allerdings diesmal nur für 1 Tag. Übernachtung im „Swiss Garden“. Temperatur „schwüle 36° bei 92% Luftfeuchtigkeit“.
Wir schlendern wie vor 6 Wochen durch die Malls und fahren mit der Monorail, besichtigen den Fernsehturm, wollen auch auf die Petronas-Towers, was aber leider zeitlich nicht zu realisieren ist, da man sich vorher anmelden muss. Am Ende kaufen wir einen neuen Koffer, da der alte droht, aus dem Leim zu gehen. In der Hotel-Lobby packen wir um und ich mache den größten Fehler dieser Reise: Ich packe aus Gewichtsgründen das etwas leichtere elektronische Equipment in den Koffer, um den schwereren Kulturbeutel in meinen Rucksack zu nehmen.
Wir hatten ja in Auckland –leider- sehr unangenehme Erfahrungen gesammelt, welche dazu führten, dass wir jede Menge an „Klamotten“ entsorgen mussten wegen des Übergewichtes. Scherzhaft haben wir gesagt, wir hätten ein Ehepaar einkleiden können.
Das soll uns hier in KL nicht noch einmal passieren.
Um Mitternacht, genau am 18.3. um 0:55 Uhr starten wir mit Austrian in Richtung Wien. Üblicherweise ist am 18.März langsam der Frühling in Sicht, nicht nur Datums-mäßig. Wir jedoch landen bei eisiger Kälte, absolut winterlichen Temperaturen und der Weiterflug nach Hannover beschert uns in Langenhagen kein besseres Wetter.

Resümee: Abflug im Winter – Ankunft im Winter, aber dazwischen sommerliches bis beginnend herbstliches wunderbares Neuseeland. Jederzeit wieder, wenn nicht der Flug so anstrengend wäre.
Das große Erwachen gibt es dann allerdings zuhause, nicht gerechnet die eiseskalte Wohnung: Wir bemerken beim Öffnen der Koffer, dass diese bereits geöffnet worden waren und das gesamte elektronische Equipment gestohlen war, dazu 2 Brillen und einige Kleinigkeiten. Alles wäre für uns kein Verlust, da ausreichend Reisegepäck-versichert. Aber die rund 4.000 Bilder dieser Tour sind unwiederbringlich weg !! Jedenfalls alle die, die ich fortwährend von den drei Kameras auf die mobile Festplatte gespeichert habe, dazu alle täglichen Notizen, die ich auf dem Yakumo-PDA abends eingegeben habe.
Diese Daten kann auch eine Reisegepäckversicherung nicht ersetzen.
Fazit: Nie mehr solches Gerät vom Körper weg tragen.
Meine Vermutung ist: Beim Durchleuchten an der Sicherheitskontrolle muss sich jemand das Gepäck gemerkt haben und auf dem Transportband wurde es dann durch Dritte gestohlen.

Ergänzender Hinweis : Nach dem ersten Schrecken habe ich alle Motels, Hotels, B&Bs , wo ich meine Kameras „entleert“ habe, also die Bilder umgeschichtet vom Kamerachip auf die mobile Festplatte, was nur mit Hilfe eines Zwischenspeichers auf einem Computer möglich ist, angeschrieben mit der Frage: Können sie bitte mal den Papierkorb (recycler bin) ihres Computers öffnen und nach einem Ordner namens (war überall gleich) „NZ-pics“ suchen (da waren dann wieder 3 Unterordner namens Pana, Oly und Fuji drin). Wenn gefunden, bitte „wiederherstellen“ (recover) und dann bitte davon 1 CD brennen und nach Deutschland schicken, Kosten werden erstattet. Und wenn man sich gut mit seinen Gastgebern verstanden hat, klappt das auch! Dennis aus Hahei mit seinem Senioren-Schulungsraum schickte als erster seine CD, dann Leonie aus Motueka, nach mehrmaligem Erinnern dann auch Helen von der Antler-Lodge aus Te Anau. Probleme gabs bei Sandy vom Ahipara-Motor-Camp, denn der hat keinen Brenner im privaten Laptop, aber auch das wurde letzten Endes mit Hilfe eine deutschen Freundes gelöst. Zwei Transferstationen musste ich abschreiben, damit auch die Bilder: In Wellington-Petone der Besitzer vom Motel 84, unheimlich hilfsbereit, aber leider machtlos, denn seine Softwarefirma hatte den Rechner in den 3 Wochen zwischen Übernachtung und meiner Anfrage fern-gewartet und den Papierkorb geleert. Absolutes Pech!! Und das waren ganze 7 Tage mit wirklich wichtigen Bildern vom oberen Teil der Südinsel mit Überfahrt zur Nordinsel und Wellington selbst zum Teil. Futsch!
Und noch eine Transferstation meldete sich nicht, da ich sie auch nicht anmailen konnte:
Es war ein Internetcafe, wo ich einen der 20 Computer genutzt hatte für den Transfer. Die Bilder wären sicher noch da gewesen, aber wen ansprechen und welcher Computerplatz war es gewesen??? Auch diese Bilder –etwa 6-7 Tage- von Wellington bis Rotorua musste ich abschreiben, mit anderen Worten, es fehlen die Bilder von rund 14 Tagen hintereinander.
Aber dass die restlichen Angeschriebenen so fabelhaft reagierten und halfen, das ist für mich unvergeßlich und das schreibe ich der großartigen Gastfreundschaft der Neuseeländer zu!


Große Danksagungen (extraordinary acknowledgment) an folgende Personen:
Aufgrund der durch den Diebstahl nicht wiederbeschaffbaren Bilder ab Motueka bis Rotorua haben mir vor allem die folgenden Personen Bilder zur Verfügung gestellt, denen ich hiermit danke:
Da ist vor allem die Familie Drecoll, die mit Kindern im Fernunterricht viele Monate in Neuseeland und anderen Weltteilen umherreist und fotografiert und damit in Deutschland dann auf den bekannten Theaterbühnen ihre Diashows macht, und…
Timo Rubienzik, einem Freund meines Sohnes, der teilweise in Wellington studierte, sowie…
Reinhard Pantke, dem Reisejournalisten und Schriftsteller von Reisetagebüchern, Autor vieler Diashows, die er in ganz Deutschland zeigt.
Er erlaubte mir, einige Photos von der flickr-website zu übernehmen.

Ein besonderer Dank (extraordinary acknowledgment) gilt Nick & Val Martin aus Havelock im        
Pelorus-Sound, die dort das mailboat betreiben und mir eine Menge Bilder zur Verfügung stellten.              Beachcomber aus Picton, die im Marlborough-Sound fahren und mit denen ich die Tour gemacht hatte,      gaben keine Antwort auf sechs Anfragen.  Das spricht für sich !
                                                         
Hier der Link zur website von Pelorus-Mailboat: : http://www.mail-boat.co.nz
Nebenan das Planbild der 3 verschiedenen Touren, bitte sehen Sie sich die website an.
Salt-Air

Ein weiterer besonderer Dank (extraordinary acknowledgment) gilt der Firma SALT-AIR in Paihia in
der Bay-of-Islands, diesem Traum von Landschaft. Obwohl nicht mit SALT-AIR geflogen, aber angesichts
der Aufnahmen im web, hat mir die Geschäftsführung auf Anfrage eine CD mit Bildern zur Verfügung gestellt,
um meine Diebstahlverluste (Kuala-Lumpur) auszugleichen.

Ein außerordentlicher Dank an diese Firma und wer einmal in Paihia ist, sollte nicht nur die Hundertwasser-Toiletten in Kawakawa besuchen, sondern vor allem einen Flug über die Bay-of-Islands mit SALT-AIR machen.
Ich bedaure heute, daß ich diese Möglichkeit nicht erkannt und durchgeführt habe.
Ganz sicher beim nächsten Neuseeland-Besuch!

Hier der Link zu SALT-AIR:  http://www.saltair.co.nz

Bilder einiger Touri-Büros (i-sites) von Tourism NZ durfte ich von den zugeschickten CDs nutzen und einstellen….