Vancouver
wie behauptet wird, eine der schönsten Städte der Welt.......!!  Das soll die Bildergalerie zeigen
In jedem Falle eine multi-kulti-Stadt, wo man wirklich leben kann.

Bleiben wir bei meiner Ankunft und bei meinem Aufenthalt:
Zuletzt war ich 1994 in Vancouver und für meine Begriffe hatte sich nichts verändert (Ausnahme Stanley-Park).
Aber zuerst einmal musste ich eine Unterkunft finden und dazu hatte ich den Hinweis bekommen, ich solle es mal im Stadtteil Kitsilano versuchen. Irgendwie war es verhext, bei 3 Versuchen war kein B&B zu finden, welches ein Zimmer frei hatte. Aber im dritten war wenigstens ein junger Mann, der die Inhaberin, wenn nicht da, etwas vertrat und der ein Telefonat tätigte mit dem Ergebnis, ich solle mal die 2.Ave runterfahren, Nr. 3756 ein B&B namens "Alma-Beach". Hin und festgestellt, daß es eine recht ordentliche Umgebung war, ich klingele und es macht ein Mann in den besten Jahren auf - Manfred aus Deutschland. Ich trage meinen Wunsch vor, ja er hat ein Zimmer frei und macht mich direkt vertraut mit der Tatsache, daß dies ein ****Canada-select-B&B ist und ich mich auf 175 Can$ einrichten müsste. Das war -schluck-schluck- bitter, aber ich wollte nicht weitersuchen, dachte an 3 Tage und ...blieb. Es war wirklich 1.Klasse und Manfred mit seiner Frau Carol betrieben eine Wellness-Oase in der Stadtmitte.
Kitsilano gehört fast zur Stadtmitte, aber ist gleichzeitig gesegnet mit den Freizeitstränden, wo die Canadier abends und vor allem am Wochenende relaxen. Teure Tennisclubs und daneben die öffentlichen Freizeitanlagen, gleiches gilt für die "Royal Canadian Yacht Clubs" und auch hier nebenan "freies Segeln für jedermann. Parks, wo sich unter Zelten oder freiem Himmel ganze Generationen treffen, Großfamilien, Klassenfeste, da tummeln sich die Jogger, die Bouler, da stehen die Grills in allen Größen und man riecht, wo immer man seine Nase in die Luft steckt, die Ergebnisse der vielen BBQ´s.
Und -leider ist auch das nicht zu übersehen- es laufen in Mengen fette Menschen rum, die in Shorts und Polo oder Top nicht gerade als Model eingestuft werden können.
Und gerade die sind es wiederum, die offensichtlich nicht anders können, als .....weiter essen !!
Aber es laufen natürlich auch Top-Gestalten am Strand von Kitsilano rum, man muss alles genießen - das eine und auch das andere.

3756 Second Ave. ist eine sehr gute Adresse für die Eroberung von Vancouver. Man lässt den Wagen stehen, denn nur ein Block um die Ecke trifft man auf die Haltestelle der Oberleitungsbusse in Richtung Innenstadt oder vorher Granville Island. Aber am besten ist eben immer noch, die Stadt einmal  zuerst mit dem "Big-Bus" zu erkunden, wo man ein- und aussteigen kann, wo man will. Natürlich sind das entweder Doppelstöcker, topless, also ohne Dach, aber auch einstöckige ohne Dach. Und dann geht man auf Schusters Rappen in die Stadtteile wie Gastown oder Chinatown, am Canada-Place entlang, besucht Robson-street und die ganzen "In-Viertel".
Aber ein "muss" ist natürlich die vollkommene Erkundung des Stanley-Parks. Auch hier nimmt man einen shuttle, um sich zuerst einen Überblick zu verschaffen und dann Stück für Stück zu Fuß oder mit Teiletappen des Stanley-Park-shuttles diesen wunderschönen Park zu erkunden. Leider hat im Dezember 2006 ein wohl übermächtiger Sturm ganze Arbeit geleistet und große Teile der alten Baumriesen gefällt oder zerbrochen, so daß sie gefällt werden mussten. Auch unter den Bewohnern von Vancouver ist die Betroffenheit auch heute noch zu merken, denn auch Teile des Boardwalk sind noch immer gesperrt. Ansonsten sind Fauna und Flora ein Genuss und wenn man einen witzigen Busfahrer hat, dann macht die Rundtour wirklich Spass. Und wenn man vom Stanley-Park und der Lost Lagoon wieder zurück in die Stadt fährt, sieht man so richtig die Skyline, ebenso wie von der English Bay aus, wenn man wieder "zuhause" in Kitsilano ist.
Es gibt noch Unmengen von Möglichkeiten, sich den Attraktionen der Stadt zu widmen, ob das das Vancouver Aquarium Marine Science Center ist oder die Fahrt mit der aerial Tramway auf den Grouse Mountain oder Hafenrundfahrt oder...oder... Für mich immer wieder faszinierend sind die Flüsse, daher musste ich auch mal wieder zum Fraser-River, der ja hier im Delta mündet und an seinen Ufern die Holzfabriken beherbergt und wo das Holz in großen Flözen auf dem Fraser von den Bergen hertransportiert wird.
Aber auch mehrere Tage Vancouver bringen nur einen Überblick, und schon wieder heisst es Abschied nehmen, diesmal nur ans noch schönere Ende - Vancouver-Island.  Übrigens:
Manfred war dann beim Bezahlen doch nicht der Raffzahn und knöpfte mir "nur" 125 $ ab, aber das waren bei 3 Nächten auch 375 $ = 243 €