Frachtschiff-Reisen

Sie werden lesen und/oder hören, daß viele Containerschiffe von italienischen Häfen abgehen, egal ob nach Asien, Nord- oder Südamerika, Afrika.
Und so ging also die Canada-Senator ab Genua (Voltri), andere bekannte Häfen sich für den Containerverkehr Salerno und Livorno, ganz im Süden Kalabriens Gioa Tauro. In Nordeuropa sind die bekannten Häfen Hamburg, Bremen/BRH, dann Ijmuiden, vor allem aber Rotterdam und Antwerpen.
Da man -siehe Reisebericht- nicht exakt vorhersagen kann, wann ein Schiff anlegt und dann irgendwann zwangsläufig auch ablegt, ist man gezwungen, einige Puffertage einzukalkulieren. Bei mir also in Genua und da ich im jugendlichen Alter von 22-26 einige Jahre eine italienische Freundin in Genua hatte, die Stadt also über 40 Jahre nicht mehr gesehen, war es mir durchaus recht, mal einige Tage zur "Neueroberung" von Genua zur Verfügung zu haben . Hier daher jetzt -sozusagen als Vorgeschmack- eine Bildersammlung von Genua incl. Anreise ab Hannover mit Flieger und Bahn.

 

Ich starte mal mit meiner Frachtschiffreise nach Kanada nebst den zugehörigen Bildern

Das ist aber mit Sicherheit nicht die letzte Reise dieser Art, denn das hat mich in den Bann geschlagen. Also warten wir ab, was hoffentlich dazu kommt.

Aber alleine ein Blick auf eine sog. Rotationsliste, hier von der Niederelbe-Schifffahrtsgesellschaft (NSB), eine der ganz großen und gut gemanagten Reedereien in Deutschland (über 100 Schiffe unter Vertrag), Ausgabe April 2008, läßt erahnen, welche Möglichkeiten sich einem bei einer Frachtschiffreise bieten. Natürlich muss man wissen, daß man die meiste Zeit auf dem Wasser ist, was jedoch nie langweilig wird, was viele einfach nicht glauben. Und die Schiffe sind bestens ausgestattet:
Viele etwas größere Neubauten haben inzwischen sogar einen Fahrstuhl, um von Deck A, oder tiefer sogar, zu Deck F z.B. (vielleicht ist dort die Brücke) zu kommen. Es gibt bei den größeren Schiffen Schwimmbad, Sportraum, Sonnenliegen, dazu Waschmaschine, Trockner u.a. für die lange Zeit auf See. Aber die schönsten Momente sind dann, wenn bekannt wird, daß in Kürze einentgegen kommender oder kreuzender Frachter / Tanker / Bulkcarrier zu sichten sein wird. Dann steht man auf der Brücke, wo man während der Fahrt ein durchaus akzeptierter Gast ist, und stiert mit seinem Fernglas -ein MUSS für die Seereise- in die Richtung, wo das avisierte Schiff auftauchen soll. Und wenn man Glück hat, ist es sogar in einer akzeptablen Entfernung, die die Aufbauten und anderes erkennen lassen und evtl. sogar den Namen.
Der Kapitän oder einer der diensthabenden Offiziere könnten natürlich bereits weit vorher alles das "ausspucken", denn das wird dem Schiffsführer durch ein sog. AIS-System (Automatic Identification System) übers Radar verraten, aber meine Mitfahrer -einer davon machte bereits über 25 Törns auf den verschiedensten Frachtern- wollten ja wissen, ob sie es selbst per Glas sehen konnten - ich war natürlich genauso scharf auf das Eigenerlebnis. Auf den Frachtschiffen, die Passagiermitnahme anbieten, sind in der Regel  2- 4/5 Kabinen vorhanden. Ob Einzel-, Doppel- oder Eignerkabine, alle sind ausreichend bis recht groß und gut eingerichtet, in der Regel, TV, Radio oder auch Video/DVD.
Womit man sich einrichten muss, ist die feste Zeit für die Mahlzeiten: In aller Regel Frühstück von 7,30 bis 8,30 Uhr, Mittags von 11,30 bis 12,30 und Abendessen von 17,30 bis 18,30 Uhr Verpfllegung: Hervorragend, meist durch asiatische Köche !!
Typischer Speiseplan einer Woche: siehe Seite 11 bei "Kanada mit dem Frachtschiff".

Aber jetzt ist Schluss mit Tatsachenberichten, schließlich sollen Sie sich ja nur Appetit holen für meine Reiseberichte und dann hoffentlich selbst die Dinge in die Hand nehmen für eine solche Frachtschiffreise. Gute Reise!

Und nun viel Spaß beim Weiterblättern.